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Urlaub in Puntland - Puntland ist ein Landesteil Somalias, der sich am 23. Juli 1998 im Kontext des somalischen Bürgerkrieges einseitig für unabhängig erklärte und seither de facto autonom ist. Es umfasst das Horn von Afrika, also den Nordosten von Somalia mit den Regionen Bari, Nugaal und Mudug, des weiteren erhebt es Anspruch auf Teile von Sool und Sanaag. Hauptstadt ist Garoowe. Der Staat wurde bislang international nicht anerkannt und gehört völkerrechtlich weiterhin zu Somalia. Ende 2004 schloss sich Puntland der Übergangsregierung Somalias an, gab seine Unabhängigkeitsbestrebungen auf und strebt nunmehr nach Autonomie.
Die Namensgebung ist abgeleitet vom sagenhaften Goldland Punt altägyptischer Überlieferungen, das sich am Horn von Afrika befunden haben könnte. Puntland benutzt bis dato die gleiche Flagge und das gleiche Wappen wie Somalia.
Wichtigster Clan der Region ist die Harti (Xaarti)-Untergruppe der Darod.
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Wiedervereinigung mit Somalia
Auf einer gesamtsomalischen Friedenskonferenz in Kenia (ohne Teilnahme Somalilands) söhnte sich Ende 2004 aber die Übergangsregierung mit den meisten Kriegsherren aus; Abdullahi Yusuf Ahmed wurde neuer Übergangspräsident Somalias. Die Sezession Puntlands endete damit vorläufig, die Region strebt aber weiterhin nach Autonomie.
Im August 2006 wurde Puntland zeitweise von der Union islamischer Gerichte bedrängt. Diese hatte am 16. August die südlichen Häfen Hobyo, Haradere und Eldhere eingenommen. Im selben Jahr erklärte sich Galmudug sowohl von Somalia als auch von Puntland einseitig für unabhängig.
Geschichte
Die Separat-Republik war im Bürgerkrieg 1998 von dem ehemaligen Oberst Abdullahi Yusuf Ahmed gegründet worden, der sich zum Präsidenten Puntlands ausrief. Als es in Puntland wegen geforderter Neuwahlen 2001 zur Konfrontation zwischen „Präsident“ Yusuf und dem „Senat“ des selbsterklärten Staates kam, ersetzte letzterer Yusuf am 14. November 2001 durch dessen schärfsten innenpolitischen Gegner, Jama Ali Jama aus Boosaaso (in Nord-Puntland). Hinter diesem Machtkampf stand die 2000 gebildete Übergangsregierung Somalias, die einen Zweifrontenkrieg gegen ein Bündnis der Puntland-Separatisten mit oppositionellen Warlords in Südwestsomalia verhindern wollte. Nur eine Woche später kehrte Yusuf, der sich zunächst nach Gaalkacyo in Süd-Puntland zurückgezogen hatte, an der Spitze loyaler Truppen in die Hauptstadt Garoowe zurück und erklärte sich zum Gegen-Präsidenten.
Möglich wurde dies durch direkte Waffenhilfe einiger Tausend Äthiopier, die von Addis Abeba zur Verstärkung im Kampf gegen die somalische Übergangsregierung geschickt worden waren. Äthiopien hatte bereits verschiedentlich in den somalischen Bürgerkrieg eingegriffen und u. a. 1998 die Abspaltung Puntlands unterstützt, da es ein starkes und geeintes Somalia wegen dessen Gebietsansprüchen fürchtet (siehe Groß-Somalia). 2003 stimmte Jamas Stellvertreter und Nachfolger einem Waffenstillstand, Yusuf im Gegenzug dazu einer Machtteilung zu. Da sich Jama aber vorübergehend in die eigentlich außerhalb Puntlands liegende Grenzregion Sanaag zurückgezogen hatte, kam es Anfang 2004 auch zur bewaffneten Konfrontation mit Somaliland entlang der Grenze zwischen beiden abtrünnigen Republiken. Auch der Grenzverlauf zwischen Mogadischu und Garoowe ist nicht genau definiert.
Textquelle: Wickipedia